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Vom Kinds­gi zur Schu­le

Ein ers­ter Schritt in die Selb­stän­dig­keit ist der Ein­tritt in den Kin­der­gar­ten, der nächs­te gros­se der­je­ni­ge in die Schu­le.

Bunt bemalte Hände vor einer Wandtafel
©
GettyImages

Wenn Sie Ihr Fa­mi­li­en­le­ben bis­her so or­ga­ni­siert ha­ben, dass Ihr Kind nicht fremd­be­treut wur­de, ist der Ein­tritt in eine Spiel­grup­pe oder den Kin­der­gar­ten ein gros­ser Schritt, der Ver­än­de­run­gen mit sich bringt.

Die Spiel­grup­pe 


In ei­ner Spiel­grup­pe be­kommt Ihr Kind be­reits vor dem Ein­tritt in den Kin­der­gar­ten die Mög­lich­keit, so­zia­le Kon­tak­te mit an­de­ren Kin­dern im glei­chen Al­ter auf­zu­bau­en und sich für we­ni­ge Stun­den von Ih­nen zu lö­sen. Wäh­rend der Zeit in der Spiel­grup­pe kann es spie­le­risch Neu­es ler­nen und sei­ne Krea­ti­vi­tät un­ter an­de­rem mit bas­teln, ma­len oder sin­gen aus­le­ben.

In der Schweiz wer­den Spiel­grup­pen häu­fig von ei­nem Ver­ein, der Kir­che oder der Ge­mein­de ge­tra­gen und fi­nan­ziert.

Der Kin­der­gar­ten


In der Schweiz um­fasst die Pri­mar­stu­fe acht Jah­re, wo­von die ers­ten – in der Re­gel zwei – Jah­re in Form ei­nes Kin­der­gar­tens oder ei­ner ähn­li­chen Form or­ga­ni­siert sind. Über das Al­ter beim Ein­tritt ent­schei­det je­der Kan­ton selbst.

Für Kin­der im Kin­der­gar­ten­al­ter sind Spie­len und Ler­nen eng mit­ein­an­der ver­knüpft, sie ler­nen wäh­rend des Spie­lens. Das Ziel die­ses spie­le­ri­schen Ler­nens ist die För­de­rung der Selbst­stän­dig­keit in ver­schie­de­nen Be­rei­chen, was dem Kind spä­ter den Über­tritt in die Schu­le er­leich­tern soll. 

Ein­tritt in die Schu­le


11 Jah­re dau­ert die Schul­pflicht in der Schweiz, da­von sind 8 Jah­re der Pri­mar­schu­le in­klu­si­ve Kin­der­gar­ten und 3 Jah­re der Se­kun­dar­stu­fe I zu­ge­ord­net. 

War im Kin­der­gar­ten vie­les noch sehr spie­le­risch auf­ge­baut, bringt der Wech­sel in die Schu­le doch vie­le Ver­än­de­run­gen für Ihr Kind mit sich. Nur schon das der neue Schul­weg und das un­be­kann­te Schul­haus mit in vie­len Fäl­len deut­lich mehr Kin­der stel­len hohe An­for­de­run­gen an ei­nen Erst­kläss­ler. Auch an die neue Lehr­per­son, wel­che über Lek­tio­nen, Pau­sen und Haus­auf­ga­ben be­stimmt, muss es sich erst ge­wöh­nen.

Schwie­rig­kei­ten in der Schu­le


Kin­der kön­nen grau­sam sein, ge­ra­de weil sie noch nicht ein­schät­zen kön­nen, was sie mit der Aus­gren­zung ein­zel­ner Mit­schü­ler aus­lö­sen kön­nen. Mob­bing ist dar­um ein ernst zu neh­men­des The­ma, bei wel­chem Sie als El­tern schnell han­deln soll­ten.

Je jün­ger das Kind, umso schwie­ri­ger ist es, ihm zu ver­mit­teln, dass es nicht ein­fach zu Hau­se blei­ben kann, wenn es nicht hin­ge­hen mag. Noch schwie­ri­ger, wenn es auf­grund von Lern­schwie­rig­kei­ten oder Pro­ble­men mit der Lehr­per­son Mühe mit dem Schul­be­such hat.

För­de­rung oder The­ra­pie?


Die Ent­wick­lung ist bei je­dem Kind in­di­vi­du­ell, trotz­dem wer­den im Schul­sys­tem ge­wis­se in­tel­lek­tu­el­le und so­zia­le Fä­hig­kei­ten vor­aus­ge­setzt. Kann ein Kind die­se nicht er­fül­len, ste­hen ir­gend­wann die Wor­te Ab­klä­rung oder The­ra­pie im Raum.

Hoch­be­gab­te Kin­der


Als hoch­be­gabt gilt, wer ei­nen IQ von über 130 hat. In der Schweiz trifft das auf un­ge­fähr 19'000 Kin­der zu. Hoch­geb­gab­te Kin­der sind ih­ren Klas­sen­ka­me­ra­den weit vor­aus, wenn es um die Ver­ar­bei­tung von In­for­ma­tio­nen, Ler­nen, abs­trak­tes Den­ken oder das Lö­sen von Pro­ble­men geht. Die Fol­ge da­von ist Un­ter­for­de­rung, wel­che sich auf das Ver­hal­ten des Kin­des wäh­rend dem Un­ter­richt aus­wir­ken kann.

Rechts-oder links­hän­dig?


Wel­che Hand für fein­mo­to­ri­sche und an­de­re all­täg­li­che Si­tua­tio­nen be­vor­zugt ge­braucht wird, weist auf die Auf­ga­ben­ver­tei­lung im Ge­hirn hin. Die­ses ist näm­lich in zwei Hälf­ten auf­ge­teilt, die für un­ter­schied­li­che Funk­tio­nen zu­stän­dig sind.

End­lich Frei­zeit!


Der Schul­all­tag ist in­halt­lich und zeit­lich struk­tu­riert, viel Spiel­raum für in­di­vi­du­el­le Ak­ti­vi­tät gibt es nicht. Dar­um ist die Ge­stal­tung der Frei­zeit umso wich­ti­ger. Da­bei geht es aber nicht dar­um, die frei­en Stun­den des Kin­des mit an­de­ren Ak­ti­vi­tä­ten zu fül­len. Denn ei­ner­seits darf es ei­nem Kind durch­aus auch ein­mal lang­wei­lig sein, an­de­rer­seits kann es sei­ne Frei­zeit mit et­was ge­stal­ten, das ihm aus­schliess­lich Spass macht.

Aus der For­schung


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5/30/2019
Schulklasse mit Lehrerin beim Unterricht

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Letzte Aktualisierung: 07.07.2022, KM
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