Schwan­ger beim Be­wer­bungs­ge­spräch

Eine Schwan­ge­re, die sich um eine Stel­le be­wirbt, ist grund­sätz­lich nicht ver­pflich­tet, ihre Schwan­ger­schaft bei der Be­wer­bung mit­zu­tei­len.

Frau beim Bewerbungsgespräch
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Pri­vat­sphä­re am Be­wer­bungs­ge­spräch


Wer­den Sie vom künf­ti­gen Ar­beit­ge­ber auf eine vor­lie­gen­de Schwan­ger­schaft an­ge­spro­chen, sind Sie nicht ver­pflich­tet, die Fra­ge zu be­ant­wor­ten, da man Ih­nen die­se aus recht­li­cher Sicht nicht stel­len dürf­te. Eine sol­che Fra­ge be­trifft die Pri­vat­sphä­re, die vor ei­ner Ein­mi­schung des Ar­beit­ge­bers ge­schützt ist, denn sie ver­letzt das im Gleich­stel­lungs­ge­setz ver­an­ker­te Dis­kri­mi­nie­rungs­ver­bot. Um sich aus ei­ner solch un­ge­müt­li­chen Si­tua­ti­on zu be­frei­en, kann auch mit der Ge­gen­fra­ge ge­ant­wor­tet wer­den, ob dies für die of­fe­ne Stel­le re­le­vant sei.

Falls die Schwan­ger­schaft je­doch die Ar­beit ob­jek­tiv ver­un­mög­licht oder eine er­heb­li­che Ein­schrän­kun­gen der Tä­tig­keit nach sich zieht, sind Sie ver­pflich­tet, den künf­ti­gen Ar­beit­ge­ber über die Schwan­ger­schaft zu in­for­mie­ren. Dies ist der Fall bei ge­sund­heit­li­chen Grün­den (ge­fähr­li­che oder be­schwer­li­che Ar­bei­ten) oder bzw. bei Be­ru­fen, bei wel­chen die äus­se­re Er­schei­nung von zen­tra­ler Be­deu­tung ist (Schau­spie­le­rin, Tän­ze­rin, Mo­dell).

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Letzte Aktualisierung: 30.09.2022, AS / NK

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