Allergien bei Kindern
Die verschiedenen Arten der Allergien, wodurch sie ausgelöst werden und warum immer mehr Kinder eine solche Überempfindlichkeit entwickeln.
Etwa ein Viertel der Schweizer Bevölkerung leidet unter einer Allergie. Die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendliche ist zunehmend.
Was ist eine Allergie?
Eine Allergie ist eine Überempfindlichkeitsreaktion des Körpers auf bestimmte Stoffe. Diese eigentlich harmlosen Stoffe werden Allergene genannt. Kommt nun ein Mensch mit einer Überempfindlichkeit in Kontakt mit einem Allergen, reagiert sein Körper mit einer allergischen Reaktion darauf.
Allergien nehmen zu
Da Allergien immer mehr zunehmen, gehen Fachleute davon aus, dass neben der genetischen Veranlagung auch die Lebens- und Ernährungsgewohnheiten, der Klimawandel sowie die hohen Hygienestandards in den Industriestaaten dafür verantwortlich sind.
Unser Immunsystem kommt durch das zunehmende Hygienebewusstsein weniger mit natürlichen Erregern in Kontakt. Dadurch verlernt unser Abwehrsystem, zwischen ungefährlichen und gefährlichen Stoffen zu unterscheiden und reagiert beim Kontakt mit einem harmlosen Stoff übertrieben heftig.
Es gibt Hinweise, dass Kinder, die sich häufig in einer Umgebung aufhalten, in der natürlicherweise diverse Keime vorhanden sind, weniger oft an Allergien erkranken. So zum Beispiel leiden Kinder, die auf einem Bauernhof aufwachsen oder ältere Geschwister haben, seltener an einer Allergie.
Allergische Krankheiten
Die Reaktion des Körpers auf einen fremden Stoff ist je nach Allergen unterschiedlich. Bei einigen reagiert der Körper sofort, bei anderen vergehen Stunden, bis sich Symptome zeigen.
Eine Allergie kann verschiedenen Krankheiten auslösen, zum Beispiel:
Allergien in der Familie
Die Bereitschaft, eine Allergie zu entwickeln, wird vererbt. Ist ein Elternteil Allergiker, besteht für das Kind ein Risiko von 30 Prozent, an einer Allergie zu erkranken. Bei zwei allergischen Elternteilen steigt die Wahrscheinlichkeit auf 60 Prozent. Ob dann auch tatsächlich eine Allergie ausbricht, ist von verschiedenen, meist äussere Einflüssen abhängig.