Zahnzusatzversicherung für Kinder

In welchen Fällen sich eine Zahnzusatzversicherung lohnt und worauf Eltern beim Abschluss achten sollten.

Lachendes Kind mit Zahnspange und Zahnbürste steht mit kleinem Bruder am Lavabo
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Bis auf wenige Ausnahmen werden Zahnbehandlungen nicht von der Grundversicherung der Krankenkasse bezahlt. Damit Eltern nicht auf den Kosten für eine Zahnspange sitzen bleiben, lohnt sich der Abschluss einer Versicherung für kieferorthopädische Behandlungen. 

Wann bezahlt die Grundversicherung der Krankenkasse?


Im Allgemeinen sind zahnärztliche Behandlungen keine Pflichtleistungen der Grundversicherung. Die Kosten werden nur dann übernommen, wenn schwere, nicht vermeidbare Krankheiten des Kausystems vorliegen, die nicht durch gute Vorsorge oder Zahnhygiene verhindert werden können. Auch wenn eine Zahnbehandlung aufgrund einer schweren Allgemeinerkrankung nötig ist, trägt die Grundversicherung die Kosten.

Sofern keine andere Versicherung die Behandlungskosten deckt, vergütet die Grundversicherung auch die Zahnbehandlung nach Unfällen. Informieren Sie bei einem Zahnunfall Ihre Zahnärztin und melden Sie den Unfall der Krankenkasse. Dies ist wichtig, weil ein Unfallereignis Spätfolgen nach sich ziehen kann, die eine Behandlung erforderlich machen. Ohne vorliegende Unfallmeldung kann die Krankenkasse die Kostenübernahme dieser Behandlungen ablehnen.

Lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung?


Versicherungsgesellschaften bieten unterschiedliche Zahnzusatzversicherungen an. Manche übernehmen einen Teil der Kosten bei einer kieferorthopädischen Behandlung, also dann, wenn das Kind eine Zahnspange braucht. Andere decken ein breiteres Spektrum an zahnärztlichen Behandlungen ab. 

Bei Versicherungen, die das ganze Behandlungsspektrum abdecken, ist es sehr wichtig, genau abzuwägen, ob sich der Abschluss lohnt. Je nachdem, welche Leistungen übernommen werden, können die Prämien recht hoch sein. Eine solche Versicherung lohnt sich hauptsächlich für Kinder, bei denen aufgrund von motorischen oder gesundheitlichen Problemen eine gute Mundhygiene nicht möglich ist.

Eine Zusatzversicherung für kieferorthopädische Behandlungen ist in den meisten Fällen sinnvoll. Die Prämien sind relativ günstig im Vergleich zu den hohen Kosten, die für eine Zahnspange anfallen. Benötigt das Kind keine Korrektur der Zahnstellung, ist nicht viel Geld verloren. 

Wann sollte eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen werden?


Zahnärzte empfehlen, eine Zusatzversicherung für kieferorthopädische Behandlungen möglichst früh abzuschliessen, am besten schon bei der Geburt. Bei den meisten Versicherungsgesellschaften ist es möglich, eine solche Versicherung bis zum vierten Geburtstag abzuschliessen, ohne dass ein zahnärztliches Attest vorgelegt werden muss. Ist das Kind bereits grösser, verlangen die Gesellschaften eine zahnärztliche Untersuchung. Zeigt sich dabei, dass allenfalls eine Korrektur der Zahnstellung nötig werden könnte, wird das Kind nicht mehr aufgenommen. 

Worauf achten beim Abschluss einer Zusatzversicherung?


Wenn Sie eine Versicherung für kieferorthopädische Behandlungen abschliessen, sollten Sie verschiedene Angebote vergleichen. Achten Sie darauf ...

... wie hoch der Kostenanteil ist, der übernommen wird. Manche Versicherungen übernehmen 75 Prozent der Kosten, andere 50 Prozent. 

... wie hoch der jährliche Höchstbetrag ist, der ausbezahlt wird. Je nachdem, wie hoch dieser ist, lohnt es sich, die Behandlung auf mehrere Jahre aufzuteilen. 

... nach welchem Taxpunktwert die Versicherung abrechnet. Rechnet die Kieferorthopädin nach einem höheren Tarif ab als die Versicherung, tragen Sie die zusätzlichen Kosten.

... ob es eine sogenannte Karenzfrist gibt, also eine Wartefrist, bis die Versicherung Leistungen erbringt.

Letzte Aktualisierung: 26.03.2025, TV