Wann mit dem Schoppen stoppen?
Wie lange ein Kind auf den Schoppen angewiesen ist und wann es sinnvoll ist, ihm diesen abzugewöhnen.
Ab wann ein Kind keinen Schoppen mehr braucht, hängt nicht allein davon ab, ob es ausreichend isst. Dennoch gibt es einen Zeitpunkt, ab welchem es ohne ihn auskommen sollte.
Der Schoppen im ersten Lebensjahr
Zu Beginn des siebten Lebensmonats ist die ausschliessliche Schoppenernährung nicht mehr optimal für das Baby, auch wenn Sie auf Folgemilch umstellen. Babys benötigen für den weiteren Aufbau von Muskulatur, Zähnen, Knochen und für die Zellentwicklung mehr Energie, Eiweiss und Spurenelemente.
Bei der Einführung der Beikost sollte Ihr Baby weiterhin den Schoppen bekommen, erst nach und nach kann er durch Brei- oder Fingerfoodmahlzeiten ersetzt werden.
Neben der Ernährung ist der Schoppen für das Baby aber auch eine wichtige und vertraute Quelle für Nähe, Wärme und Trost. Diese Bedürfnisse sollen unbedingt weiter erfüllt werden.
Wann braucht ein Baby keinen Schoppen mehr?
Für die körperliche Entwicklung braucht ein Baby dann keinen Schoppen mehr, wenn alle Milchmahlzeiten durch Brei oder Fingerfood ersetzt sind, das Kind also mit am Tisch isst. Das bedeutet, es nimmt drei bis vier Mahlzeiten pro Tag zu sich und trinkt Wasser oder Tee aus dem Becher.
Tatsächlich bekommen viele Kinder den Schoppen aber weiterhin vor allem abends beim Zubettgehen oder zur Beruhigung, wenn sie nachts erwachen. Fachpersonen gehen davon aus, dass dies für die Kinder ein Ritual ist, auf das sie nicht verzichten können.
Schoppen und Übergewicht
Ein Kind, welches täglich drei bis vier Mahlzeiten isst, deckt damit seinen Kalorienbedarf. In der Regel reguliert der Energiebedarf den Appetit des Kindes. Bekommt ein Kind nun zusätzlich jeden Tag einen Schoppen, sind dies überschüssige Kalorien, die zu Übergewicht bereits im Kindesalter führen können. Studien zufolge deckt ein zweijähriges Kind mit einem abendlichen Schoppen rund 12 Prozent seines täglichen Kalorienbedarfs.