Beikost - warum?
Warum es wichtig ist, dass Ihr Baby spätestens im Alter von sieben Monaten zusätzlich zur Milch auch Brei oder Fingerfood bekommt.
In den ersten vier bis sechs Lebensmonaten bekommt Ihr Baby mit der Muttermilch alles, was es für eine gesunde Entwicklung braucht. Deshalb ist volles Stillen bis zum Alter von sechs Monaten sehr zu empfehlen. Vielleicht zeigt Ihr Baby aber schon früher ein ausgeprägtes Interesse am Essen. Dann spricht nichts dagegen, es mit dem ersten Brei zu probieren.
Was das Baby nach 6 Monaten zusätzlich braucht
Mit der Einführung von Beikost können Sie frühestens zu Beginn des fünften Monats anfangen. Spätestens zu Beginn des siebten Monats reichen Stillen oder Schoppenernährung alleine dann nicht mehr aus.
Nach dem vierten Lebensmonat benötigen Babys mehr Energie, Eiweiss, Spurenelemente (v. a. Eisen, aber auch Kalzium, Zink und Selen) und Vitamine (Vitamin D und Niacin) für den weiteren Aufbau von Muskulatur, Zähnen, Knochen und für die Zellentwicklung. Der Fettanteil in der Nahrung, der bei reiner Milchnahrung ca. 50 % der Kalorien beträgt, muss reduziert und das Milchfett durch pflanzliche Fette oder Öle mit einem hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren ersetzt werden.
Ab dem fünften bis sechsten Monat sind in der Regel auch das Verdauungssystem, die Nierenfunktion und der Stoffwechsel so weit entwickelt, dass Ihr Baby Beikost vertragen kann. Der Saug- und Schluckreflex wird langsam schwächer. Ganz neu ist es, Nahrung aufzunehmen, ohne zu saugen. Das Baby lernt nun auch allmählich, den Kiefer zum Kauen zu bewegen. In der zweiten Hälfte des ersten Lebensjahres sind bei den meisten Babys alle acht Schneidezähne durchgebrochen.
Wie lange weiterstillen nach der Beikosteinführung?
Wenn Ihr Baby seinen ersten Brei bekommt, wird die Muttermilch oder der Schoppen vorerst weiterhin seine wichtigste Nahrungsquelle sein. Erst nach und nach werden ganze Milchmahlzeiten durch Brei ersetzt. Wie lange Sie danach weiter stillen, bestimmen Sie und Ihr Kind. Stillen dient ja nicht nur der Nahrungsaufnahme, sondern bietet dem Kind auch Nähe und Trost.